Staub

Staub markiert eine Grenze, an der wir gerade noch erfahren können, wer wir sind und wo wir herkommen, was wir tun und was aus uns werden kann oder soll. Die Beschäftigung mit ihm kommt niemals zu einem Ende. Staub verschwindet nicht.

Ein Film von Hartmut Bitomsky.

Panzerkreuzer Potemkin

Lichtburg Essen; 27.01.2008, 11.00 Uhr

Die Kulturstiftung des Bundes zeigt die rekonstruierte Fassung des bedeutenden Filmklassikers "Panzerkreuzer Potemkin" in Essen. Die großartige Musik Edmund Meisels wird in der rekonstruierten Fassung vom Filmorchester Babelsberg live gespielt. Helmut Imig, der Orchesterleiter, hat Meisels Musik für die neue Fassung eingerichtet.

Bereits bei der Deutschland-Premiere 1926 sorgte Sergej Eisensteins Film über den Aufstand der Matrosen in Odessa (1905) für großen Wirbel. Die Kritik überschlug sich vor Begeisterung. "Ein Wunderwerk, ein Wunderwerk..." konstatierte Alfred Kerr atemlos, und die "Vossische Zeitung" aus Berlin schrieb: "Alles in diesem großen Werk ist beseelt." Natürlich hinderte solches Lob die Zensurbehörden nicht, immer wieder mit Verboten und Kürzungen zuzuschlagen; im März 1933 wurde von der Oberprüfstelle die Vorführung ganz verboten. Doch vergessen wurde der "Panzerkreuzer Potemkin" nie. Es gab die unterschiedlichsten Versionen, eine Tonfassung wurde 1958 beim Brüsseler Weltfestival des Films zum "besten Film aller Zeiten gewählt" – doch die war um etliche Einstellungen dezimiert.

Die Kulturstiftung des Bundes hat den Verstümmelungen und auch den technischen Verschleißerscheinungen ein Ende bereitet: Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass das Meisterwerk endlich wieder komplett und restauriert zu sehen ist. Bis heute verschlägt der Film dem Publikum den Atem, vor allem wegen der dramatischen und  Eisensteins kühne Montage, der Rhythmus der Schnitte, die Brillanz der Lichtführung, der Kontrast zwischen Chaos und Elegie, vor allem aber die soziale Konfrontation sind ein einzigartiges kinematographisches Spektakel.

Berlin

Walther Ruttmann; Berlin: Die Sinfonie der Großstadt, 1927

Ruttmann konzipierte seinen Film als dokumentarisches Kunstwerk, das die Großstadt Berlin als lebenden Organismus darstellen sollte. Im langsamen Erwachen der Stadt, der Hektik des Tages und dem langsameren Ausklingen am Abend sah er eine Analogie zu einer Sinfonie und unterstrich das auch durch musikalische Untermalung und Filmschnitt. Für die damalige Zeit ungewöhnlich, setzte Ruttmann viele kurze Schnitte ein, um die Lebendigkeit und Hektik der Stadt zu versinnbildlichen. Als einer der ersten symphonischen Filme nutzte Berlin: Symphonie einer Großstadt die Ende der 20-Jahre neue technische Möglichkeit, Filme taktgenau zu schneiden und so genau auf eine zusammen mit dem Film produzierte Musik hin abzustimmen.

[Berlin: Die Sinfonie der Großstadt]

Bergman

Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken,                           nicht für die Gefühle. Die Angst setzt die Grenzen.

Danke, Ingmar Bergman.

Gießt Du mir ein, Mama?

Es sind Bilder aus einer unwirklichen Dimension, in der zwar realistische Umgebungen einen Gegenwartsbezug vortäuschen, ansonsten aber Authentizität – charakterlicher, politischer oder atmosphärischer Art – zugunsten einer space odyssey in die Untiefen der Ultra-Piefigkeit getilgt scheint. *

Suspiria_1

Losgelöst von fast sämtlichen Konventionen, inszenierte Dario Argento mit Suspiria einen filmischen Albtraum - beängstigend, verstörend und zugleich auf handwerklicher wie intellektueller Ebene höchst befriedigend.

Lr

Lovely Rita - ein Film, gänzlich unprätentiös. Gänzlich authentisch und wahrhaftig und glaubwürdig und bewegend und schockierend.

Blaulicht? Blaulicht. Blaulicht!

Motocyclette

La Motocyclette

Zielke1

Willy Zielke, Das Stahltier.